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Veranstalter- und Presseinformationen | Repertoire

Dirk Altmann, Klarinette

Dirk Altmann wurde in Hannover geboren

Ausbildung bei Prof. Helmuth Pallushek

Studium an der Hochschule für Musik und Theater, Hannover

Herbert-von-Karajan-Stiftung der Berliner Philharmoniker

Seit 1985 Soloklarinettist beim SWR Symphonie Orchester (Radio-Sinfonieorchester Stuttgart)

Ensembles: Ludwig Chamber Players | STUTTGART WINDS | FrAlHöTi | Duo mit Mako Okamao, Klavier

Lebt in Stuttgart

Label: TACET | Hänssler Classic | SWRmusic

Instrumente: JOSEF Woodwind Manufacture | Ligaphone, Paris

Kurzbiographie

Seit mehr als 30 Jahren ist Dirk Altmann Soloklarinettist beim SWR Symphonie Orchester in Stuttgart (Vorher Radio-Sinfonieorchester Stuttgart). Darüber hinaus ist er als Solist, Kammermusiker, Arrangeur und Lehrer sehr aktiv. 2016 produzierte er mit der japanischen Pianistin Mako Okamoto sein aktuelles PARIS Album. Weitere CD´s mit Werken von Charles Koechlin, Robert Schumann und Paul Hindemith sind bei den Labels Hänssler classic und TACET erschienen. Als Solist spielte Altmann die Première Rhapsodie von Claude Debussy mit Heinz Holliger und dem RSO Stuttgart für SWRmusic ein. Als Kammermusiker musiziert er mit den Ludwig Chamber Players (LCP), den STUTTGART WINDS, dem Ensemble FrAlHöTi und im Duo mit Mako Okamoto. Die von ihm für eine CD entstandene Ensemblefassung der „Visions fugitives“ von S. Prokofiev  (LCP – TACET), wurde für den International Classical Music Award (ICMA) 2017 nominiert. Als Solist war er Gast bei internationalen Festspielen, so z.B. in Ferrara, Schwetzingen, Salzburg oder dem Rheingau-Musikfestival und musizierte u.a. mit Sir Neville Marriner, Gianluigi Gelmetti, Thomas Hengelbrock, Peter Eötvös, Heinz Holliger und Daniel Harding.
In den letzten Jahren wurde Dirk Altmann wiederholt zu Meisterkursen nach China, Taiwan und Japan eingeladen. Seit 2010 arbeitet er mit der japanischen Holzblasinstrumentenfirma JOSEF Woodwind Manufacture (Okinawa) zusammen.

Pressefotos

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Biographie

Seit mehr als 30 Jahren ist Dirk Altmann Soloklarinettist beim SWR Symphonie Orchester in Stuttgart (Vorher Radio-Sinfonieorchester Stuttgart). Darüber hinaus ist er als Solist, Kammermusiker und Lehrer sehr aktiv. 2016 erschien seine neueste CD „Hommage à PARIS“, deren delikate Klanglichkeit und Raffinesse von der Presse gelobt wurde. Es folgten Recitals in Tokio und Osaka, wo ein breit gefächertes deutsch / französisches Repertoire vorgestellt wurde. Weiterhin unterrichtete er Masterclasses an den Universitäten in Shizuoka und Osaka, sowie in Tokushima, Nara und Matsumoto. Mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart unter der Leitung von Joshua Weilerstein führte Dirk Altmann in der letzten Saison das Aaron Copland Klarinettenkonzert und in Tokio mit dem Orchestra Classica unter der Leitung von Haruka Omori das Konzert von W.A. Mozart auf. Mit den Ludwig Chamber Players (LCP) spielte er 2016 im Gewandhaus zu Leipzig, Konzerthaus Berlin, Beethovenhaus Bonn und der Stuttgarter Liederhalle. Dabei wurde auch seine Bearbeitung der „Visions fugitives“ von S. Prokofiev erstaufgeführt. Die Aufnahme (LCP | TACET) dieser Ensemblefassung wurde für den International Classical Music Award (ICMA) 2017 nominiert. Im Herbstgastierte Dirk Altmann mit LCP neben weiteren japanischen Städten erneut in Tokio, Osaka und Yokohama. Mit seinem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart fand ein hochemotionales Abschiedskonzert bei den Londoner Proms unter der Leitung von Sir Roger Norrington statt. Weiterhin war er zum wiederholten Male Gast beim internationalen Musikfest in Alicante.

Dirk Altmann wurde in Hannover geboren und war Schüler von Prof. Helmuth Pallushek. Mit 14 Jahren spielte er zum ersten Mal im Orchester der Niedersächsischen Staatsoper. Mit gerade einmal 18 Jahren wurde er für mehrere Jahre bei den Berliner Philharmonikern als Soloklarinettist eingesetzt. Seit 1985 ist er Solklarinettist beim SWR Symphonie Orchester (Vorher Radio-Sinfonieorchester Stuttgart). In selbiger Position erlebte Dirk Altmann herausragende Konzerte mit den Münchner Philharmonikern unter Sergiu Celebidache oder dem Orchester der Münchner Staatsoper unter Carlos Kleiber (Japan 1986). Am meisten geprägt hat ihn allerdings die langjährige Zusammenarbeit mit Sir Roger Norrington. In seine Interpretationen versucht er Norringtons Ansatz, eines umfassenden Studiums der Aufführungspraxis, einfließen zu lassen.

Als Solist war er Gast bei internationalen Festspielen, so z.B. in Ferrara, Schwetzingen, Salzburg oder dem Rheingau-Musikfestival und musizierte u.a. mit Sir Neville Marriner, Gianluigi Gelmetti, Thomas Hengelbrock, Peter Eötvös, Heinz Holliger und Daniel Harding. Einladungen erhielt er u.a. von der NDR Radio Philharmonie, der Nordwestdeutschen Philharmonie, Mahler Chamber Orchestra und dem Ensemble Modern.  Langjährige Zusammenarbeit mit Heinz Holliger und Peter Eötvös zeigen sein großes Interesse an neuer Musik. Als Mitgründer des newears.ensemble war er für zahlreiche Uraufführungen verantwortlich. Mit Heinz Holliger als Dirigenten entstand 2012 eine Einspielung der Première Rhapsodie von Claude Debussy mit dem RSO Stuttgart (SWRmusic).

2013 formierten sich die Ludwig Chamber Players, mit denen Dirk Altmann Konzertreisen nach Asien und Europa unternimmt. Mehrere CD´s mit Werken von Beethoven und Prokofiev wurden beim audiophilen Label TACET eingespielt. Hochgelobt wurde auch eine Einspielung von W.A. Mozarts „Gran Partita“ mit den STUTTGART WINDS (TACET). Mit dem Pianisten Florian Henschel nahm der das Klarinettenrepertoire von Robert Schumann und Charles Koechlin auf (Hänssler Classic). Seit mehreren Jahren arbeitet Dirk Altmann mit der Pianistin Mako Okamoto zusammen (Hommage à PARIS, EigenArt by TACET). Für diese unterschiedlichen Ensembles ist Dirk Altmann auch als Arrangeur tätig und bearbeitete Werke von Mozart (Fantasie KV 608 – TACET), Prokofiev (Visions fugitives op. 22 – TACET), Brahms, Puccini, Gideon Klein u.a.

Als musikalischer Botschafter reiste er für das Goethe Institut nach Indien, Afrika und den Nahen Osten. In den letzten Jahren wurde er wiederholt zu Meisterkursen nach China, Taiwan und Japan eingeladen. Seit 2010 arbeitet Dirk Altmann mit der japanischen Holzblasinstrumentenfirma JOSEF Woodwind Manufacture (Okinawa) zusammen.

Repertoire

+ Orchester

Keine Frage, es gibt kein Klarinettenkonzert welches die Popularität von Mozart´s KV 622 übertrifft. Da ist es auch „wurscht“, ob wir es im Kino- oder Konzertsaal genießen. Diese Musik geht immer zu Herzen und verträgt auch die individuellste und subjektivste Interpretation. Das ist bei den Komponisten der zweiten Reihe leider nicht so. Hier spielen die Errungenschaften der „informierten Aufführungspraxis“ eine viel größere Rolle, ob ein Stück wiederentdeckt wird oder nicht. Hier eine Auswahl…

Johann Melchior Molter (1696 – 1765), Konzerte für die D-Klarinette – barocke Anmutung, schöne „helle“ Musik
Johann Stamitz (1717 – 1757), Konzert B-dur
Carl Stamitz (1745 – 1801), Versch. Klarinettenkonzerte und das Bassetthornkonzert, Mannheimer Schule.
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791), Konzert A-Dur KV 622 – Bassettklarinette
Ignaz Joseph Pleyel (1757-1831), Konzerte in B-dur – war zu seiner Zeit erfolgreicher als Mozart.

Die Hitliste der Konzerte aus dem 19. Jahrhundert wird eindeutig von Carl Maria von Weber angeführt. Denkt man an die Romantik ist man bei dem Komponisten des „Freischütz“ bestens aufgehoben. Doch auch die Konzerte von Louis Spohr trifft man des Öfteren in den Konzertsählen an. Kein Wunder, waren doch beide Komponisten mit den führenden Klarinettisten ihrer Zeit befreundet. Heinrich Joseph Baermann (1784 – 1847) mit Weber und Johann Simon Hermstedt (1787 – 1846) mit Louis Spohr. Aber auch darüber hinaus ist es das goldene Jahrhundert der Konzerte für Klarinette und Orchester.

František Vincenc Kramář (1759 -1831), Konzert Es-Dur op. 36
Bernhard Henrik Crussel (1774 – 1838), Zwei Klarinettenkonzerte
Louis Spohr (1784 – 1859), Vier Klarinettenkonzerte
Carl Maria von Weber (1786 – 1826), Klarinettenkonzert f-moll op. 73 und Es-Dur op.74, Concertino op. 26

War die Klarinette bis Mite des 19. Jahrhundert eines der führenden Soloinstrumente, wird es in der Folge von Geige und dem zur Vollendung gebrachten Klavier abgelöst. Der Beliebtheit der Klarinette tut das jedoch keinen Abbruch. Seit der Gründung 1795, hat das Conservatoire National de Musique in Paris großen Einfluß auf die Entwicklung der Klarinette. Von hier aus kamen auch die größten Impulse am Beginn des 20. Jahrhunderts. Die besten französischen Komponisten schrieben Stücke für die Abschlußprüfungen, so auch Claude Debussy.

Archille-Claude Debussy (1862 – 1918), Premiere Rhapsodie
Carl August Nielsen (1865 – 1931), Konzert op. 52
Charles Koechlin (1867 – 1950), 2 Sonaten – von Koechlin orchestriert
Darius Milhaud (1892-1974), Konzert und Scaramouche
Igor Strawinsky (1882 – 1971), Ebony Concerto – jazzy
Paul Hindemith (1895 – 1963), Konzert
Aaron Copland (1900 – 1950), Konzert
Gerald Finzi (1901 – 1956), Konzert – mit Streichorchester
Mátyás Seiber (1905 – 1960), Concertino – mit Streichorchester

In ihrer Ästhetik sehr verschiedene Konzerte der letzten 50Jahre, die nicht neu aber für Instrumentalist, Orchester und Zuhörer immer noch eine Herausforderung darstellen.

Isang Yun (1917 – 1995), Konzert (1981)
Pierre Boulez (1925), Domains – mit Ensemble
Hans Werner Henze (1927 – 2012), Le Miracle de la Rose. Imaginäres Theater II (1981) – mit Ensemble
Helmut Lachenmann (*1935) – Accanto. Musik für einen Soloklarinettisten mit Orchester (1975-76)
John Corigliano (*1938) – Concert (1977)
John Adams (*1947) – Gnarly Buttons (1996) – für Klarinette und Ensemble

An dieser Stelle sei dem Klarinettisten Eduard Brunner im besonderen Maße gedankt. Sehr viele herausragende Werke der letzten Jahrzehnte sind auf seine Inititaive hin entstanden.

+ Klavier

Ähnlich dem Mozart Klarinettenkonzert, sind es die Sonaten op. 120 von Johannes Brahms, die die Topliste der Kammermusik mit Klavier anführen. Mal abgesehen von einigen wenigen Sonaten und Kammermusiken mit Klavier und Klarinette, ist es Carl Maria von Weber mit seinem „Gran Duo“ gelungen ein erstes wegweisendes Stück für diese Duo-Besetzung zu schreiben. In unserem Programm „Seelenlandschaft“ haben wir ihnen einen Pfad durch die deutsche Romantik zusammengestellt.

Francois Deviennes (1759-1803), Drei Sonaten – mit Hammerklavier geeignet (schöne Ausgabe von Nicholas Cox)

Carl Maria von Weber (1786 – 1826), Gran Duo concertant op.48 / Variationen op.33
Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809 – 1847), Sonate
Norbert Burgmüller (1810 – 1836), Duo op.15
Robert Schumann (1810 – 1856), Fantasiestücke op. 73 / Romanzen op. 94 / Adagio und Allegro op. 70 / Fünf Stücke im Volkston op. 102 (Fassung für Bassetthorn) – siehe CD Märchenerzählungen
Nils Wlhelm Gade (1817 – 1890), Fantastyker op.43
Johannes Brahms (1833 – 1897), Sonaten f-moll und Es-Dur op. 120
Camille Saint-Saëns (1835 – 1921), Sonate
Felix Draeseke (1835 – 1913) Sonate op.38

Erstaunlicherweise orientieren sich auch die Werke am Anfang des 20. Jahhunderts noch sehr an den Sonaten von Brahms. Reger erweitert zwar in seiner späten Sonate die Harmonik, bleibt aber der Form treu. Debussy dagegen entwickelt das Rhapsodische, welches allerdings auch schon bei Brahms angelegt ist, weiter. Ein klangliches Meisterwerk sind die Vier Stücke von Alban Berg.

Claude Debussy (1862 – 1918), Première Rhapsodie / Petit Piece
Charles Koechlin (1867 – 1950), 2 Sonaten op. 86 / Quatorze Pièces op. 178 – sie CD Koechlin „Music for clarinet“
Max Reger (1873 – 1916), 2 Sonaten op. 49, Sonate op. 107
Sigfrid Karg-Elert (1877 – 1933), Sonate op. 139
Béla Bartók (1881 – 1945), Sonatine
Alban Berg (1885 – 1935), Vier Stücke op.5
Francis Poulenc (1899 – 1963), Sonata
Bohuslav Martinu (1890 – 1959), Sonatine
Artur Honegger (1892 – 1955), Sonate
Paul Hindemith (1895 – 1963), Sonate – siehe CD “Musikalischen Blumengärtlein”
Wiltold Lutoslawski (1913 -1994), Dance Prelude
Isang Yun (1917 – 1995), Riul

Solo und Kammermusik

Berio